Der Wald

 

.. ist zauberhaft und voller Kraft, er entschleunigt und öffnet alle Sinne.

Betritt man den Wald, verbreitet sich Ruhe und Gelassenheit.

 

Der Wald als Erfahrungsraum ohne Dach und Wände ist vielfältig und abwechslungsreich.

Im Frühling sprießen Blumen und Blätter, Vögel laden  zum Konzert ein. Manchmal ist es

trocken und warm und es riecht nach Harz, Waldfrüchte reifen. Dann ist es neblig, das Moos

fühlt sich nass und kühl an. Im Herbst: Farbenpracht in den Wipfeln und Blätterrascheln unter

Kinderstiefeln. Es ist gefroren, der Schnee knirscht unter den Füssen und die Tannen sind festlich

geschmückt mit Schnee. Oder es regnet aus allen Wolken und es tropft durch das Blätterdach,

macht die Luft taufrisch und man atmet tief ein. Und bald wieder ein Sonnenstrahl, der mit den

Blättern ein Schattenspiel auf der Nase tanzen lässt. Ein Feuer züngelt, der Rauch kräuselt sich es

riecht gut und wärmt im Winter. Die Wurst vom Rost schmeckt in jeder Jahreszeit fein.

Spielen, fantasieren, verweilen, träumen, sein...

 

..und wenn man den Wald verlässt bleibt Wohlbefinden und Zufriedenheit. Die Beständigkeit

des Waldes ist in der heutigen schnellen Zeit besonders kostbar. Die Sensibilisierung der Sinne,

das Wecken von Neugier und Gespür ermöglicht den Aufbaueiner verantwortungsvollen Beziehung

zur Natur und ist eine gute Grundlage für einen sorgsamen Umgang mit der Erde.              ewy 2009